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Gelenkschmerzen / Arthralgie / Arthrose

Definition

Gelenkschmerzen werden in der medizinischen Fachsprache als Arthralgie bezeichnet. Sie können sämtliche Gelenke des menschlichen Körpers betreffen. Bei Gelenkschmerzen kann es sich um starke Schmerzen handeln, manchmal sind sie aber auch leichter, einige halten nur kurz an, während andere sich zu dauerhaften Gelenkschmerzen entwickeln – die Art des Gefühls hängt von der Ursache ab. Gelenkschmerzen können oft auch als Begleitsymptom bei Windpocken, Grippe, Masern und Röteln auftreten. Auch immunologische Erkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen haben als Leitsymptom die Gelenkschmerzen. Ursache für die häufigsten Gelenkschmerzen sind Gelenkentzündungen oder Verschleißerscheinungen, die im Vorfeld auftraten. Außerdem sind allgemeine Abnutzungsschäden und ungleichmäßige, sowie zu starke Belastung der Gelenke, Ursache für deren Schmerzen.

Gelenkschmerzen können beispielsweise von körperlichen Verletzungen ausgehen, aber auch von starken Belastungen. Dies sind mechanische Gründe, da dabei direkt auf die Gelenke eingewirkt wird. Andererseits können Krankheiten die Ursache von Gelenkschmerzen sein. Dabei wird keine direkte Belastung auf die Gelenke ausgeübt.

Die häufigsten mechanischen Gründe für Gelenkschmerzen sind Prellungen, Verrenkungen oder ähnliche Traumata. Davon sind entweder Muskeln oder die Knochen betroffen. Ein weiterer häufiger Grund ist die übermäßige Belastung des Gelenks, beispielsweise durch anstrengende Sportarten oder auch Übergewicht. Gelenkschmerzen treten auch als Begleiterscheinung verschiedener Erkrankungen auf. Sie sind ein häufiges Symptom der Grippe, aber auch von Mumps oder von immunologischen Erkrankungen.

Gelenkschmerzen werden je nach Ursache unterschiedlich behandelt. Wichtig ist dabei, ob es sich um mechanisch bedingte Gelenkschmerzen oder krankheitsbedingte Begleiterscheinungen handelt.

Bei der Behandlung muss die Ursache und die Art der Schmerzen unbedingt beachtet werden. Eine ursächliche Therapie ist in der Regel meist wirksamer (z. B. die chirurgische Behandlung eines Meniskusschadens) als die alleinige Behandlung der Schmerzen. Dabei ist jedoch aber unbedingt auch das individuelle Risiko der Operation und der Narkose zu beachten.

Oft kann die Anwendung von Regionalanästhesie, therapeutischer Lokalanästhesie und weiterer, auch nichtmedikamentöser Behandlungsverfahren wie Laser oder TENS dann eine Schmerzbesserung erbringen, wenn eine Operation zu gefährlich und Medikamente wie einfache Schmerzmittel oder Opiate nicht oder nicht gut vertragen werden.

Zur intensiven Schmerztherapie haben wir auch sehr gute Erfahrungen mit der Anwendung von Katheter-Schmerztherapieverfahren gemacht, um durch eine andauernde Schmerzlinderung den Gelenkschmerz zu bessern, wobei jedoch die Katheter-Schmerztherapie für jeden Gelenkschmerz und jeden Betroffenen individuell festgelegt werden muss. Ziel ist hierbei, das Ermöglichen einer schmerzfreieren Beweglichkeit des betroffenen Gelenkes und dadurch ein erfolgreiches Auftrainieren der gelenkumgebenden Muskulatur. Oft zeigt sich bereits schon nach 10–15 Tagen der speziellen Schmerztherapie eine anhaltende Schmerzbesserung und auch der Beweglichkeit, ohne dass ein massiv erhöhtes Risiko besteht, wobei die Dauer der erreichten Schmerzbesserung oft Monate bis Jahre anhalten kann.